Die erste Frage, die bei einer Heizkostenabrechnung immer aufkommt, ist: „Muss ich nach Heizkostenverordnung abrechnen oder können Mieter und Vermieter andere Umlage- und Abrechnungswege wählen?“
Eine korrekte Abrechnung ist wichtig, um die Heizkosten fair und transparent zwischen Vermieter und Mieter aufzuteilen.
Als Faustregel gilt: Verbrauchen mehr als 2 Wohneinheiten in einem Haus Heizung und/oder Warmwasser aus dem öffentlichen System, müssen diese nach der Heiztarifverordnung abgerechnet werden. Dies gilt für freifinanzierte Wohnungen und preisgebundene Wohnungen (§1.2 Heizkosten V).
Daher ist es wichtig zu wissen, dass die Verordnung nicht für Gas-Fußbodenheizungen in Wohnungen sowie für Einzelöfen, dezentrale Warmwasserbereitung (Durchlauferhitzer etc.) oder Einfamilienhäuser mit eigener Heizungsanlage (§1 Heizkosten V) gilt.
Der SCHÜTZ HEIZKOSTENSERVICE ist ein erfahrener Dienstleister mit langjähriger Expertise in der verbrauchsabhängigen Heiz-/Betriebskostenabrechnung und modernster Messtechnik. Wir betreuen viele zufriedene Kunden und bearbeiten gerne auch Verbraucherrechnungen für Ihre Immobilie. Kontaktieren Sie uns und wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot für die Heizkostenabrechnung.
Wir finden Lösungen auch in komplexen Situationen
Wir kennen alle Fallstricke der Abrechnung.
Mieter sollten auch in der Lage sein, Ihre Abrechnung zu verstehen.
Warum zeigt das kleine Gerät am Heizkörper nur Einheiten statt Kilowattstunden – und wie wird daraus Ihr Anteil an den Heizkosten? Unser Erklärvideo zeigt es in knapp drei Minuten.
Was ist eigentlich dieses kleine Gerät an Ihrem Heizkörper, und warum zeigt es nur Einheiten statt Kilowattstunden? Das ist ein Heizkostenverteiler. Wir montieren ihn immer mittig auf drei Viertel der Heizkörperhöhe. Er arbeitet mit zwei Fühlern: Einer misst die Temperatur des Heizkörpers, der andere die Temperatur der Raumluft. Gezählt wird erst, wenn der Heizkörper deutlich wärmer ist als der Raum. Wärme von außen, etwa durch Sonne im Sommer, zählt also nicht mit. Je größer der Unterschied und je länger der Heizkörper läuft, desto schneller zählt das Gerät.
Dabei zählt es einfach nur Einheiten. Wie groß der Heizkörper ist, an dem es klebt, weiß es nicht. Genau das ist aber entscheidend: 100 Einheiten am kleinen Badheizkörper sind etwas ganz anderes als 100 Einheiten am großen Heizkörper im Wohnzimmer. Deshalb bewerten wir jeden Heizkörper. Den größten Anteil hat die Normleistung, also die Wärme, die er nach DIN-Norm abgibt. Dazu kommt der KC-Wert. Er beschreibt, wie gut die Wärme beim Fühler ankommt, und wird von anerkannten Prüfstellen gemessen, passend für unsere Montagehöhe und das Zweifühler-System.
Bei Qundis werden diese Faktoren multipliziert. Ein Beispiel: Ein Heizkörper mit 3.601 Watt und einem KC-Wert von 2,54 hat einen Gesamtfaktor von rund 9,15. Weil alle unsere Geräte mit derselben Einheitsstufe zählen, rechnen wir diesen Wert auf die Einheitsstufe um. Heraus kommt der Bewertungsfaktor, hier 3,9. Kleinere Heizkörper liegen meist bei 0,x oder 1,x. Genau dieser Faktor steht später auf Ihrer Heizkostenabrechnung. Wir nehmen die abgelesenen Einheiten einfach mal den Bewertungsfaktor. Aus 100 Einheiten am kleinen Badheizkörper mit Faktor 0,6 werden so 60 bewertete Einheiten, aus 100 Einheiten am großen Heizkörper mit Faktor 3,9 dagegen 390.
Übrigens: Unsere Heizkostenverteiler zählen bis zum Stichtag. Dann speichern sie den erreichten Wert ein Jahr lang und beginnen wieder bei null. Wenn Sie also längere Zeit denselben Wert sehen, ist das Gerät weder stehen geblieben noch kaputt. Erkennbar am kleinen M oben im Display ist das einfach der gespeicherte Stichtagswert vom letzten Jahr.
Am Ende werden die bewerteten Einheiten aller Wohnungen zusammengezählt, und jede Wohnung trägt ihren Anteil an den verbrauchsabhängigen Heizkosten. So zahlt jeder fair für das, was er wirklich verbraucht hat.
Heizung und Warmwasser kommen meist aus derselben Anlage, werden aber getrennt abgerechnet. Wie die Energie für das Warmwasser gemessen wird, erklärt dieses Video.
Warum hängt eigentlich ein Wärmemengenzähler am Boiler, und was misst der da genau? In den meisten Häusern erzeugt eine einzige Heizungsanlage beides: die Wärme für die Heizkörper und das warme Wasser für Dusche und Küche. Für die Heizkostenabrechnung muss aber klar sein, wie viel Energie wohin fließt, denn Heizung und Warmwasser werden getrennt abgerechnet.
Dazu muss man wissen, wie das Wasser im Speicher warm wird. Das Heizungswasser bleibt immer in seinem eigenen, geschlossenen Kreislauf. Eine Pumpe schickt es heiß vom Kessel in den Warmwasserspeicher. Dort fließt es durch eine Rohrspirale, die mitten im Trinkwasser liegt. Die Spirale bietet viel Fläche, und so gibt das Heizungswasser seine Wärme an das Trinkwasser ab, ohne sich damit zu vermischen. Abgekühlt fließt es dann zurück zum Kessel.
Genau in diesem Kreislauf sitzt der Wärmemengenzähler. Er misst drei Dinge: wie heiß das Wasser in den Speicher hineinfließt, wie kühl es zurückkommt und wie viel Wasser hindurchfließt. Aus dem Temperaturunterschied und der Durchflussmenge berechnet er die abgegebene Wärme in Kilowattstunden. So steht genau fest, wie viel Energie ins Warmwasser gegangen ist. Der Rest ist Heizwärme.
Seit 2014 ist diese Messung gesetzlich vorgeschrieben. Vorher war statt der Messung auch ein rechnerisches Schätzverfahren erlaubt. Heute ist es nur noch zulässig, wenn die baulichen Gegebenheiten keinen Zähler zulassen. Fehlt der Zähler, obwohl er eingebaut werden könnte, dürfen Mieter ihren Anteil an den Heiz- und Warmwasserkosten um fünfzehn Prozent kürzen. Das Ergebnis ist eine faire Abrechnung, bei der jeder nur bezahlt, was wirklich verbraucht wurde.
Beim ersten Kontakt besichtigen oder besprechen wir den aktuellen Abrechnungsstatus Ihrer Immobilie. Unser Angebot wird alle notwendigen Voraussetzungen für eine legale Abrechnung erfüllen.
Nach Auftragserteilung klären wir alle letzten Fragen und senden Ihnen einen finalen Vertrag mit allen gewünschten Artikeln zu.
Nach Vertragsunterschrift organisieren und führen unsere geschulten Fachkräfte die Montage/Aufnahme der Messmittel durch und nehmen alle notwendigen Informationen auf.
Nach Ihrem angegebenen Abrechnungsdatum können Sie gerne eine kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen. Hier klären wir alle Details zur Erstellung Ihrer Abrechnung. Anschließend erstellen wir Ihre Heizkostenabrechnung und auf Wunsch auch eine Betriebskostenabrechnung als Gesamtabrechnung
Nachdem Sie Ihre Abrechnung erhalten haben, überprüfen Sie alle Positionen auf die erforderlichen Änderungen. Wenn alles in Ordnung ist, geben Sie die Abrechnung an Ihren Mieter weiter.
Haben wir Ihr Interesse geweckt ?
Aus den Ablesewerten an den Heizkostenverteilern lässt sich keine Aussage über die tatsächlich angefallenen Heizkosten ableiten. Es handelt sich bei Heizkostenverteilern um ein sogenanntes Hilfsverfahren zur Aufteilung der angefallenen Heizkosten. Erst das Verhältnis eines Ablesewerts zum Gesamtanteil der Ablesewerte in einem Gebäude ermöglicht die Zuordnung des Kostenanteils. Auch wenn die Ablesewerte deutlich geringer waren als im Vorjahr, können die Kosten für die Heizungsanlage beispielsweise durch gestiegene Energiekosten (Öl, Gas, etc.) höher als im Vorjahr sein.
Die auf den Geräten abgelesenen Einheiten finden Sie auf der Einzelabrechnung unter der Überschrift „Ablese-/Verbrauchswerte“ wieder.
Dort steht neben jedem Ablesewert auch der Bewertungsfaktor des Heizkörpers. Wie daraus die bewerteten Einheiten werden, zeigt unser Erklärvideo zum Heizkostenverteiler.
Da nur die tatsächlich verbrauchten Kraftstoffkosten abgerechnet werden können (§ 7 Abs. 2 HKVO), hat der Bundesgerichtshof die Öffnungs- und Schlussbestände zur Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Abrechnung gemacht (BGH-Urteil 23.11.1981 Az. VIII ZR 298/80).
Bei der Bewertung des Restbrennstoffwertes ist immer der Preis der letzten Heizöllieferung zu berücksichtigen. Sollte ausnahmsweise aufgrund großer Lagerbestände der Rest größer sein als die vorherige Lieferung, ist anteilig auch der Kraftstoffpreis der vorletzten Lieferung zu verwenden.
Gemäß § 2 Betriebskostenverordnung (BetrKV) können folgende Betriebskosten (auch Nebenkosten genannt) auf Ihre Mieter umgelegt werden:Grundsteuer
Nicht umlagefähige Nebenkosten sind:
Wir lesen alle Messgeräte ab, deren Ablesewerte für die Erstellung einer verbrauchsabhängige Heizkosten- und ggf. auch Wasserkostenabrechnung benötigt werden.
Das können Heizkostenverteiler, Wasserzähler, Wärmezähler oder auch Kältezähler sein. Mit der Ablesung der Messgeräte und der Abrechnungserstellung hat uns die Hausverwaltung oder der Vermieter beauftragt.
Die Heizkosten werden normalerweise basierend auf dem tatsächlichen Verbrauch von Wärmeenergie berechnet. Dies kann mithilfe von Heizkostenverteilern oder Smart-Meter erfolgen.
Der Verteilerschlüssel legt fest, wie die Heizkosten auf die einzelnen Wohnungen oder Räume im Gebäude aufgeteilt werden. Dies kann anhand der Wohnfläche, der Anzahl der Personen oder anderer Faktoren erfolgen.
Wenn Sie Ihre Heizkostenabrechnung nicht bezahlen, kann es zu Mahngebühren und eventuell zu einer gerichtlichen Klage kommen.
Eine Vorauszahlung für Heizkosten ist eine vorherige Zahlung, die Sie leisten, bevor die tatsächlichen Heizkosten berechnet werden. Sie dient als Schätzwert und kann später angepasst werden.
Eine Nachzahlung für Heizkosten ist eine Zahlung, die Sie leisten müssen, wenn die tatsächlichen Heizkosten höher sind als die Vorauszahlung.
Ein Heizkostenverteiler sitzt an jedem Heizkörper und erfasst über zwei Temperaturfühler, wie viel der Heizkörper im Vergleich zu allen anderen im Haus heizt. Er zählt dabei keine Kilowattstunden, sondern Einheiten – die Grundlage für die faire Aufteilung der Heizkosten. Mehr dazu im Erklärvideo.
Um Ihre Heizkosten zu senken, können Sie Maßnahmen ergreifen wie das Dämmen von Wänden und Dach, die Verwendung von energiesparenden Geräten, die Regulierung der Raumtemperatur und das Vermeiden von unnötigem Wärmeverlust.
Ob Sie die Heizkostenabrechnung einsehen können, hängt von den Regelungen des Gebäudeeigentümers und eventuellen Mietverträgen ab. Es ist jedoch in der Regel möglich, eine Kopie der Abrechnung zu erhalten.
Die Häufigkeit der Heizkostenabrechnung variiert und hängt von der Regelung des Gebäudeeigentümers und dem Abrechnungszeitraum ab, in der Regel erhalten die Mieter jährlich eine Abrechnung.
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